Humor
Viele Sachen sollte man einfach nicht zu verbissen sehen
Es gibt zum Glück einige Zeitgenossen, die Heiden und Spiritualität mit einem Augenzwinkern auf die Schaufel nehmen *g*

Einen absoluten Brüller zum Thema habe ich in den Tiefen des Internet gefunden und durfte es freundlicherweise hier auf der Seite veröffentlichen.

Die Enzyklopädie der esoterischen Thierwelt



Viel Spaß beim Lesen

 

Wichtig! Bitte lest auch die Einleitung und Copyright zur esoterischen Thierwelt

 

Das Schenk-Pfui

Dieses Wesen wird auch als Ninjahörnchen bezeichnet. Man sagt ihm nach, dass es pechschwarz ist und sich der Umgebung anpasst. Das deswegen, weil selten jemand so ein Hörnchen gesehen hat, um danach berichten zu können. Der Zoologe Wilhelm von Speidorff-Kotzebrüh berichtet aber in seinem „Von denen gar erschröcklych Thieren in dem mysthischen Walde“ davon. Die Höhlen dieser Wesen seien, so von Speidorff-Kotzebrüh „sthets eyngerichthet auff dasz sy der Harmonyen der Elementhen eyngedenk seyen.“, was auf eine Art tierischen Feng Shuis hindeuten kann.
Ninjahörnchen treten manchmal angeblich auch in Rudeln auf.

Nachts sieht man vereinzelt Lichtblitze, wenn sie sich unsichtbar machen. Sie jagen nicht einfach ihre Beute, sie liquidieren sie auf lautlose und meist sehr unschöne Art. Manchmal hinterlassen sie am Ort des Geschehens ein kryptisches Zeichen, oder ein so geschmackloses Geschenk, dass anderen Tieren sich Fell oder Federn sträuben. Daher der Name „Schenk-Pfui“. Das verursacht oft Panik, selbst unter den abgebrühteren Wesen. Mit Ninjahörnchen ist nicht zu spaßen. Allerdings gelten sie als gute Köche, was den Ruf auch nicht wirklich wettmacht. Aber irgendwie muss ja jeder sehen, wie er sich ernährt. Dafür tauchen die Ninjahörnchen oder Schenk-Pfuis nur sehr selten auf, denn anscheinend haben sie einen sehr langen Verdauungsschlaf, wenn sie einmal gefressen haben.

„Als sy nit so lang dem Schlaffe fröhnthen, so wär dies ein grosz Uebel wider den anderen Wesen. Denn so selbst derer mächtygsthe sych zusammenthäten, so wären sie machtlos gegen den schwartz Räuber.“, schreibt Wilhelm von Speidorff-Kotzebrüh.

Das Besserwissi

Das Besserwissi mit seinem zerrupften Federkleid gehört zu einer Unterart der Wirrvögel. Es weiß grundsätzlich alles (denkt es) vor allem besser (glaubt es) Das Besserwissi hat einen kreischenden Tonfall, der von Winseln und Keifen unterbrochen wird, wenn es sich äußert. Es glaubt an Channelings und Dimensionssprünge, hat aber eine lange Fresse, bzw. eine Art herunterhängende Lefzen am Oberschnabel, was dem Besserwissi ein eher lächerliches Erscheinungsbild gibt.

Außerdem glaubt das Besserwissi an alle möglichen Verschwörungen und nervt alle Tiere im Wald damit. Es hält sich grundsätzlich für schlauer als alle anderen, tut aber immer bescheiden, es sei denn, es wird von anderen Tieren auf Fehler in den Theorien hingewiesen. Dann kreischt und hackt es um sich, verliert noch mehr Federn, nässt sich ein und wird puterrot, was kein schöner Anblick ist. Kaoskatzen, Kaoskobras, Struppige Streuner und Crowleykröten lieben es, ein Besserwissi so zu ärgern, dass es platzt. Dann können sie es nämlich auflöffeln. Schamanatoren fressen Besserwissis im Stück. Dafür, dass es ständig von Licht und Liebe – oder waren es Gicht und Hiebe? - krächzt, ist das Besserwissi ungeheuer aggressiv, und ein Schwarm davon wird von allen als Bedrohung empfunden, vor allem, weil das Gehirn davon abdumpft.

Der systemimmanente Logiklurch

Dieses Tierchen lebt versteckt an dunklen und feuchten Plätzen wo sie oft den Ausdünstungen gewisser Schimmelpilzarten ausgesetzt sind. In ihrem Bestreben alles irgendwie logisch oder wissenschaftlich fassbar machen zu können, nehmen sie sogar die abstrusesten Theorien in Kauf, Hauptsache sie klingen irgendwie schön kompliziert und befriedigen ihren ansonsten simplen Sinn für Realität.
Da die Fortpflanzung und der damit einhergehende Spaß ihnen eher zuwider ist, ist ihre Art langsam aber sicher vom Aussterben bedroht. Logisch oder?

Als kaltblütiges, bodengebundenes Tier hält der Logiklurch recht wenig von den anderen Tieren des Waldes, besonders von Vögeln. (Danke an Stadtbär für die Beobachtung und Klassifizierung dieses gar nicht so seltenen Tieres)

Der Schamanator

Dieses Wesen kommt in zwei Formen vor, der normalen und der Killerform.
Der Schamanator hat vier Beine und ein unauffälliges bis quietschebuntes Fell. Meist sieht es aus, wie irgendein anderes Viech aus dem esoterischen Wald. Es hat allerdings bestimmte Eigenheiten. Es jagt sowohl die Verstrahlhörnchen, als auch andere lästige Kleinnager, aber auch Geister und Spuk aller Art. Dann macht es eine Verwandlung durch, entwickelt Reißzähne, Hörner und fürchterliche Klauen, bei der Jagd nach Wirrvögeln sogar Flügel, die es ausklappt.

Der Schamanator hat in der Angriffsphase rote Augen und ein gesträubtes Fell (gelegentlich auch Schuppen). Man könnte ihn dann für eine Mischung aus Pitbull, Wildschwein, Panther, Bär und noch einigen anderen recht aggressiven Wesen halten. Es ist äußerst ungesund, sich ihm in den Weg zu stellen, wenn er auf Angriff ist. Manchmal zerfleischt er im Eifer des Gefechts auch unschuldige Waldwesen, die nur dummerweise im Weg waren. Das ist dem Schamanator dann peinlich. Er ist aber bekannt dafür, dass er ganze Arbeit leistet.

Begegnen sich zwei Schamanatoren, die ohne Absprache (denn sie jagen manchmal auch im Rudel) auf dem Jagdzug sind und geraten aneinander, herrscht im esoterischen Wald Ausnahmezustand, und es bleibt nur ein Krater übrig, in dem sich ein Tümpel für Crowleykröten bildet.

Das reinplatzende Redeschwall

Kann hartnäckig sein, aber nur kurzfristig. Platzt immer auf den nettesten und heißesten Partys rein. Labert komischen, einseitigen, selbstgerechten und unreflektierten Stuß und wenn es dann eins aufs Maul kriegt, dann schmollt es und zieht sich tagelang in seinen Bau, der meist unter irgendwelchen verdächtig aussehenden Steinen liegt, zurück. Wird dort gelegentlich von Crowleykröten, düstergruftigen Biberdachsen oder anderen, "zufällig" vorbeikommenden Waldbewohnern (gelegentlich sogar Dogmadachsen) genagelt. Erst wenn das rauskommt, dann ist das reinplatzende Redeschwall richtig pikiert, beleidigt und platzt (oder versinkt im Boden), weil ihm das so ungeheuer peinlich ist. Besonders Crowleykröten haben eine Menge Spaß an sowas.

Das Aussehen, dieser Art variiert stark. Allen gemeinsam sind aber die großen Ohren, noch größere Mäuler und die fehlende Fähigkeit, Dinge zu verstehen, die über ihrem Horizont liegen. Diese Wesen haben gelegentlich sogar einen Horizont mit dem Radius Null - das nennen sie dann ihren Standpunkt.

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