Humor
Viele Sachen sollte man einfach nicht zu verbissen sehen
Es gibt zum Glück einige Zeitgenossen, die Heiden und Spiritualität mit einem Augenzwinkern auf die Schaufel nehmen *g*

Einen absoluten Brüller zum Thema habe ich in den Tiefen des Internet gefunden und durfte es freundlicherweise hier auf der Seite veröffentlichen.

Die Enzyklopädie der esoterischen Thierwelt



Viel Spaß beim Lesen

 

Wichtig! Bitte lest auch die Einleitung und Copyright zur esoterischen Thierwelt

 

Der Urinaltulipan

Der Urinaltulipan wird auch als gemeine Pissnelke bezeichnet. Es ist ein ungenießbares Wesen und – entgegen dem irreführenden Namen – keine Pflanze, jedenfalls keine richtige. Es sieht aus, wie eine Ratte, die eine Tulpenblüte als Kopf hat, und ist stets damit beschäftigt, alles schlechtzumachen, und in den Dreck zu ziehen. Sie haben vor nichts Respekt und verströmen einen Streitlust erzeugenden durchdringenden Gestank, der an ein monatelang nicht geputztes Kneipenurinal erinnert. Daher der Name. Urinaltulipane sind verhasst, und manche Tiere machen sich einen Spaß, sie auszureißen, wenn sie irgendwo Wurzeln zu schlagen drohen, und sie in die erstbeste Ansammlung von Tieren, die sie nicht leiden können, zu werfen. Urinaltulipane sterben meist durch einen gezielten Fußtritt oder konsequentes Unterpflügen. Sie wachsen gern auf den Überresten von Jammergnus.

Das Fidelio

Fidelios treten in summenden Schwärmen auf. Sie sind immer dort, wo gerade eine Gruppe in der Krise steckt oder niedergeschlagen ist und versucht, diese aufzumuntern. Egal ob Crowleykröte oder Wiccander, jedes gesellige Tier schätzt ihre Anwesenheit. Mit Ausnahme der Jehozeugs, der Jammergnus und der Pissbackenhörnchen.

Das Pissbackenhörnchen

Dieses Tier pinkelt nicht nur durch Drüsen an der Außenseiten der Wangen, sondern versucht auch, alle Tiere des esoterischen Waldes gewaltsam zu seinem eigenen erbärmlichen Lebensstil zu bekehren (keine Musik, kein Sex ohne Ehe, keine Drogen, keine Literatur, kein Spaß, kein buntes Federkleid), nachdem es sich erst eingeschleimt hat. Wird ihnen nicht gefolgt, poppen sie die Weibchen der anderen Spezies, oder explodieren kurzerhand, um Schaden anzurichten, denn es gibt genug, mehr als genug, von ihnen. Neulich haben sie die beiden größten Bäume im Wald, die Zwillingsbäume, zum Einsturz gebracht.

Pissbackenhörnchen sind extrem unbeliebt, obwohl einige der friedlicheren Tiere immer noch versuchen, Gründe zu finden, was sie zu solchem Verhalten treibt. Man will halt nur seine Ruhe und sieht nicht, was die Pissbackenhörnchen für Kroppzeug sind. Insgeheim lachen sich die Pissbackenhörnchen über soviel Dummheit kaputt, und hecken die nächste Sauerei aus. Sie ernähren sich von einer öligen dunklen Masse, die sie beim Graben tief unter dem Wald finden. Ihr gefürchtetster Feind sind die Ofeldlinge.

Das Jehozeug

Ähnelt einem Hamster mit pomadigem Haupthaar. Tritt immer in mehreren Exemplaren auf, die andere Tiere in aller Fraugöttinfrühe aus dem mehr oder minder wohlverdienten Schlaf reißen, um grenzdebil vor ihm zu grinsen, mit Blättern vor ihnen zu stehen und zu erzählen, dass eine völlig bescheuerte Lehre, bei der man wenig Spaß haben darf, der einzige Weg zur Seligkeit ist.
Lungert manchmal auch an Baumrändern rum und versucht, die Blätter, auf denen krauses Zeug in kitschigen Farben gekritzelt ist, anderen Waldbewohnern zu verticken. Das Jehozeug ist ungemein lästig, aber man nimmt es als notwendiges Übel hin oder lacht es aus.
Sehr selten verlassen einige Exemplare das Rudel und mutieren kurz darauf zu anderen Tieren des Waldes. Das ist halt Magie:-))))

Das Schweinigel

Das Schweinigel hat magische Kräfte, aber auch ein ständig geiles und leicht ordinäres Grinsen um die Rüsselpartie. Es sieht aus, wie eine Mischung aus Igel und Wildschwein, wie der Name schon sagt.
Wie der Dickschwänzige Dödeldämon und einige der anderen etwas sexuell aktiveren Tiere im esoterischen Wald paart sich das Schweinigel oft und gern, wobei ihm Geschlecht und die Spezies oft egal sind.
Allerdings hat das Schweinigel auch die unangenehme Eigenschaft, ungeheuer zotig zu sein, was manchmal einfach nervt. Es macht dauernd unanständige Anspielungen, und es liebt, sich z. B. an prüde Planschkühe heranzuschleichen, während die am Äsen oder Wiederkäuen sind, und plötzlich zu brüllen: "Schluck's runter, du Luder!" So manche Planschkuh ist daran schon verendet, indem es sich vor Schreck verschluckte.
Bei den verschiedenen Kratzbürstel-Arten ist es regelrecht verhasst wegen solcher Sprüche, und es wurden auch schon Kämpfe auf Leben und tod zwischen Kratzbürsteln und Schweinigeln beobachtet, wobei das Schweinigel aufgrund seiner Stacheln und mächtigen Hauer zwar einen Vorteil hat, aufgrund seiner Größe, die etwa der eines normalen Rindes entspricht, aber nicht so wendig ist.
Auf Partys von Crowleykröten ist auch mindestens ein Schweinigel vertreten, denn ohne das Schweinigel wäre es keine richtige Party, darüber sind sich die Gäste der Crowleykröte und diese selbst einig.

Die soziale Stellung dieses Tieres ist nicht eindeutig. Einige Tiere hassen es, andere lieben es, und manchmal kassiert es auch Watschen von Tieren, die eigentlich in das Freundschema gehören, weil das Schweinigel es immer übertreiben muss. Das Schweinigel mag eine alte Dreckigelsau sein, was die Art der Kommunikation betrifft, und sein Humor ist manchmal extrem unpassend, aber es ist eigentlich ein herziges Geschöpf, trotz seiner Borstigkeit. Zumindest setzt es die nervigeren Vertreter der Tierwelt, die gern und viel jammern und herumzicken, auf den Topf und lacht sich eins. Das Schweinigel hat halt ein sehr einfaches Gemüt. Chamäleonnymphen wurden desöfteren in der Gesellschaft von Schweinigeln gesehen. Selbst im Schlaf stöhnen Schweinigel brünstig.
Sie ernähren sich von Würmern, Insekten und allem, was der Wald so an Pflanzlichem zu bieten hat.

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