Humor
Viele Sachen sollte man einfach nicht zu verbissen sehen
Es gibt zum Glück einige Zeitgenossen, die Heiden und Spiritualität mit einem Augenzwinkern auf die Schaufel nehmen *g*

Einen absoluten Brüller zum Thema habe ich in den Tiefen des Internet gefunden und durfte es freundlicherweise hier auf der Seite veröffentlichen.

Die Enzyklopädie der esoterischen Thierwelt



Viel Spaß beim Lesen

 

Wichtig! Bitte lest auch die Einleitung und Copyright zur esoterischen Thierwelt

 

Der Goldfasan

Unterart des bösen Bräunlings. Genauso giftig, doof und radikal. Kann sich gelegentlich aber gewählter und intelligenter ausdrücken. Das ist allerdings ein Mimikry-Effekt und dient deshalb nur der Tarnung, damit er nicht von anderen Tieren im Wald als gemeiner Bräunling erkannt wird. Goldfasane glauben, sie wären was besseres, originaler, origineller und überhaupt!
Durch erfolgreiche Mimikry schaffen sie es meist etwas länger zu überleben als ihre unmutierten Verwandten. Trotzdem verraten sie sich irgendwann und werden dann im nächstbesten Sumpfloch ersäuft oder einfach totgetrampelt.

Der Goldfasan hält sich auch für ein recht schönes und elegantes Tier. Leider ist sein Federkleid kein bisschen golden, sondern ein stumpfes braun, die Ständer sind schwarz und ihr rechter Flügel zuckt genauso wie beim bösen Bräunling. Das Federkleid auf dem Kopf ähnelt einer komischen Kappe und der Schnabel trällert dumme und einfallslose Lieder, die im Wald zu recht verpönt sind.

Vermehrt sich durch erfolgreiches Mimikry und subtile Anpassung etwas besser als der böse Bräunling, was ihm aber nichts nützen wird, da er letztendlich doch zu doof ist.

Der Wirrvogel

Der Wirrvogel ist eine recht bunte Spezies, die zur großen Familie der schrägen Vögel gezählt wird. Er wirkt meist etwas desorientiert, als ob er gerade UFO-Durchsagen channelt. Der Wirrvogel ist sehr belesen, bevorzugt dabei aber leichte und seltsame Kost. Seien es gerade erst erfundene Schriften, die angeblich aus biblischer Zeit stammen, Kristallschädel made in Taiwan, die Furore machen, „originale“ Merlinabschriften oder Channelings ohne Ende, hauptsächlich es ist lieblich und von keiner Art Fundierung geprägt. Der Wirrvogel lästert ab und an über den Dogmadachs und bringt einen mehrstimmigen sehr verwirrten Gesang zustande, der in der Lage ist, sämtliche Tiere des Waldes konfus zu machen, bis auf den Struppigen Streuner.

So schillernd wie sein Gesang ist auch das Erscheinungsbild des Wirrvogels, der aus allem Möglichen zusammengestückelt scheint, von dem nichts zum anderen zu passen scheint. Leider leidet der Wirrvogel unter starken Blähungen, die er aber abbaut, indem er noch wirrere Gesänge ablässt.

Der kaotische Waldkater

Dieses Tier kann sehr groß werden und hat furchterregende Krallen und Fänge. Es ist ein sehr soziales Tier, das manchmal in schnurrenden Gruppen beobachtet wird. Es ist possierlich, aber nicht nur das. Der kaotische Waldkater hat den Überblick, denn er beobachtet alle Waldtiere ganz genau, unter anderem deswegen, weil sie auf seinem Speisezettel stehen. Jedenfalls die meisten davon.

Der Waldkater ist nicht an die drei normalen Dimensionen gebunden, sondern kann urplötzlich aus dem Nichts auftauchen und wieder dahin verschwinden. Das ist etwas, das die anderen Waldbewohner etwas nervös macht. Oftmals markiert der Waldkater Bäume mit kryptischen Zeichen, unter anderem den typischen Kreis mit den acht Pfeilen. Die Lautäußerungen reichen von genussvollem Schnurren bis zu einer Art tiefem Intonieren oder schalkhaftem Gelächter. Das Nest von Waldkatern sieht wie ein Sammelsurium aus, ist es auch, aber jedes Ding liegt wohlbedacht und mit Grund dort, wo es sein soll.

Das putzige Putznickel

Das putzige Putznickel ist hauptsächlich eins: Putzig. Es hat große Kulleraugen und ein samtweiches Fell. Glücklich strahlt es in den Tag hinein, nährt sich von erlesenen Gräsern und Früchten und sumselt von Licht und Liebe, wobei es Wohlbehagen und Freude verstrahlt.

Hauptsächlich wirkt das Putznickel mit den knuffigen Öhrchen und dem putzigen Gesichtchen etwas neben sich, vielleicht, weil es zu oft Sonne tankt, aber es wirkt allerliebst, wenn es in Meditation versunken irgendwo sitzt und liebliche Dinge gurrt. Das putzige Putznickel gräbt nach Bergkristallen, welche es sich zurechtnagt. Der Zweck ist nicht wirklich bekannt, aber goldig ist das allemal.

Der Dogmadachs

Ein grantliges Tierchen, das die meiste Zeit darüber nachsinnt, wie wahr doch „seine“ Lehre ist und wie auch die kleinsten Nuancen als Abweichung davon nicht mehr tolerabel sind. Die Lautäußerung erinnert an ein grollendes Predigen.

Dogmadachse haben ein recht enges Revier und neigen zur Inzucht, da sie sich nur mit Angehörigen der eigenen Spezies verpaaren. Allerdings gibt es auch trotz dieser engen Sicht mehrere Unterarten davon. Da gibt es den nordeuropäischen Eddadachs, welcher stark behaart ist und eine Vorliebe für vergorenen Honig hat, den sinaitischen Bibeldachs, mit der Unterart römischer Klerikaldachs und einer weiteren Unterart, welche Protestantdachs genannt wird.

Letztere ist in Nordeuropa und ehemaligen europäischen Kolonien anzutreffen. Ferner gibt es da den Femidachs, von dem nur Weibchen bekannt sind. Lautäußerung dieser Unterart ist ein weinerliches Keifen und lautes Wehklagen. Das Fell dieser interessanten Abart ist lila, und meist sind die Exemplare erstaunlich wohlgenährt.

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