Humor
Viele Sachen sollte man einfach nicht zu verbissen sehen
Es gibt zum Glück einige Zeitgenossen, die Heiden und Spiritualität mit einem Augenzwinkern auf die Schaufel nehmen *g*

Einen absoluten Brüller zum Thema habe ich in den Tiefen des Internet gefunden und durfte es freundlicherweise hier auf der Seite veröffentlichen.

Die Enzyklopädie der esoterischen Thierwelt



Viel Spaß beim Lesen

 

Wichtig! Bitte lest auch die Einleitung und Copyright zur esoterischen Thierwelt

 

Der düstergruftige Biberdachs

Der düstergruftige Biberdachs ist dunkel. Er ist so dunkel, dass selbst schwarz dagegen aussieht, wie die strahlende Sonne. Er ist nachtaktiv und verträgt kein Sonnenlicht. Anzutreffen ist er bei friedhofsschänderischen Aktivitäten oder bei anderen Dingen, die dem Autor die gute Erziehung verbietet, genauer zu beschreiben. Düstergruftige Biberdachse bauen sich meist tief unter der Erde gelegene Höhlen, nehmen aber auch gern Katakomben und Industrieruinen in Beschlag. Diese staffieren sie dann mit Ästen aus, die aussehen, wie umgedrehte Kreuze. Sie intonieren satanische Gesänge, wenn sie nicht gerade in eine Art beschwörendes Murmeln oder manisches Gelächter übergehen. Düstergruftige Biberdachse sind bei anderen Tieren im Wald nicht sehr beliebt, weil sie dazu neigen, unappetitliche Dinge mit Blut zu tun, vorzugsweise dem anderer Tiere.

Die Wahnwachtel

Hysterisch kreischend ist dieser zerfledderte Zeitgenosse, der zur Spezies der Puhvögel gehört, nicht gerade eins der sympathischsten Wesen im esoterischen Wald. Lauthals lamentierend und unhaltbares Zeug von sich gebend, tanzt die Wahnwachtel auf den Nerven anderer herum, und flattert von Ast zu Ast um ihren Kot auf andere Waldbewohner fallen zu lassen. Wird sie darauf von anderen kritisiert, zetert sie nur noch lauthalser und ritzt sich die Flügel mit Dornen.

Das Jammergnu

Das Jammergnu steht meist selbstmitleidig irgendwo herum und jammert allen die Ohren voll, wie schlecht es ihm geht. Selbstmitleid ist Lebenszweck. Es ernährt sich von der Lebensenergie anderer Waldbewohner und ist dementsprechend unbeliebt. Dafür steht es auf dem Speisezettel aller Fleischfresser im Wald, vom Dogmadachs über den kaotischen Waldkater und den struppigen Streuner bis hin zum Tantratiger. Das Jammergnu ist zottelig, stinkt widerlich und hat immer ein langes Gesicht. Seine Lautäußerungen sind alle klagend und vorwurfsvoll, aber hauptsächlich eins, selbstmitleidig. Wie das Jammergnu bis heute überleben konnte, ist nicht bekannt.

Der struppige Streuner

Der struppige Streuner hat einen sehr bezeichnenden Namen. Zwar hat er ein weiches Fell, aber seine Fänge sind gnadenlos. Er ist absolut nicht pfegeleicht, und wie der Waldkater frisst er sehr gern andere Waldbewohner. Auf seinem Speisezettel stehen nicht nur Wirrvögel, Wahnwachteln und Dogmadachse, mit denen er sich oft stundenlange Kämpfe liefert, ehe er die Fänge in sie senkt, sondern auch putzige Putznickel. Die struppigen Streuner streunen durch alle Winkel des Waldes, zerren Dreck hervor und knurren andere Waldbewohner an, was das denn soll. Am Liebsten erleichtern sie ihren Darm in die Nester der bodenbrütenden Wahnwachteln und die Baue der Dogmadachse. Das zeigt, dass die struppigen Streuner zwar äußerst haarig, aber reinlich sind, allerdings nicht zur Freude der Betroffenen. Der struppige Streuner frisst so ziemlich alles, was nicht Stein oder Metall ist, trinkt so ziemlich alles, was flüssig ist, und hat die Neigung, auch Angehörige anderer Waldbewohnerspezies zu besteigen.

Mit dem kaotischen Waldkater lebt er in friedlicher Koexistenz. Manchmal sieht man sie auch gemeinsam auf Jagd gehen. Es ist nicht ganz klar, ob der struppige Streuner zur Gattung der Wutwölfe oder der krummen Hunde gehört, oder ganz woanders eingestuft werden soll. Die Aktivitäten des struppigen Streuners drehen sich um die Mondzyklen und im Jahreskreis, und er kehrt oft dorthin zurück, wo die Gebeine seiner Vorfahren sorgfältig verscharrt sind. Seine Lautäußerungen gehen von einem geilen Hecheln über kehliges Knurren bis zu dumpfem Grollen, heiserem Bellen hin zu einem schauerlichen Gejaul, das die anderen Tiere nervös macht, da sie dann an alle verdrängten Dinge erinnert werden. Oftmals gebärdet sich der struppige Streuner völlig wahnsinnig, ist aber eins der berechnendsten Tiere im Wald.

Die kichernde Kaoskobra

Ein wunderschön anzusehendes Wesen ist die kichernde KaosKobra, welche die Farbe von dunklem Curry hat und mit faszinierend schillernden Ornamenten bedeckt ist, die schon beim Anblick hypnotisieren. Doch Vorsicht! Die KaosKobra, welche ein an und für sich friedfertiges Wesen ist, kann auch Gift verspritzen, wenn sie angegriffen wird oder sie den Verdacht hat, dass jemand aus ihrem Rudel in Not ist, denn KaosKobras leben in Koexistenz mit anderen Wesen des esoterischen Waldes.

Kaoskobras dringen in dunkelste Tiefen und hellste Höhen vor und sind nicht zu fassen, denn ahnt man sie eben noch vor sich, sind sie schon hinter einem und umgekehrt. Sie bringen durch ihr leises Summen und Zischen Subquantenverzerrungen hervor, welche ihnen dies ermöglichen. Kaoskobras haben eine breite Variation an Tonlagen. Sie besitzen einen Kampfruf, der sich anhört, wie „VATER, ich will SINGEN!“, was aber wahrscheinlich eine akustische Halluzination ist. Ungewöhnlich ist, dass KaosKobras auch durch die Sonne vergorenen Trauben nicht abgeneigt sind.

Kaoskobras ernähren sich unter anderem von putzigen Putznickeln, Wahnwachteln, Wirrvögeln und manchmal auch von Dogmadachsen. Es wurden allerdings auch schon sehr große Exemplare gesichtet, welche in der Lage waren, ein ganzes Jammergnu auf einmal zu verschlingen. Das liegt daran, das KaosKobras innerlich größer sind als äußerlich.

Unterkategorien