Humor
Viele Sachen sollte man einfach nicht zu verbissen sehen
Es gibt zum Glück einige Zeitgenossen, die Heiden und Spiritualität mit einem Augenzwinkern auf die Schaufel nehmen *g*

Einen absoluten Brüller zum Thema habe ich in den Tiefen des Internet gefunden und durfte es freundlicherweise hier auf der Seite veröffentlichen.

Die Enzyklopädie der esoterischen Thierwelt



Viel Spaß beim Lesen

 

Wichtig! Bitte lest auch die Einleitung und Copyright zur esoterischen Thierwelt

 

Die arrogante Arschratte

Dieses boshafte Tier ist – wie das Ätzhörnchen – ziemlich verhasst, außer bei den ebenso boshaften Ätzhörnchen, Kreischbeinbaaremanickeln und schlicht dem Gesocks im esoterischen Wald. Die Arschratte sieht freundlich aus, benimmt sich meist auch so, am Anfang, in einer fast hypnotischen Weise, um dann in arroganter Selbstherrlichkeit üble Verdrehungen und Lügen über das neu kennengelernte Tier zu verbreiten. Arschratten sind gekennzeichnet durch einen riesigen roten Hintern und einem winzigen hässlichen Paarungsorgan, provozieren ständig und kennen keinerlei Kompetenz an, da sie meinen, sie wüssten alles besser. Sie sind durch und durch boshaft und neigen zu selbstzerstörerischem Verhalten, wobei sie aber noch so vielen anderen wie möglich vorher schaden wollen. Ihre Arroganz und Verlogenheit ist ohne jeden Vergleich. Sie sind in ihrem Vorgehen weitaus gerissener als die Ätzhörnchen und damit um Meilen noch widerlicher. Arschratten schrecken vor keiner Bosheit und Gemeinheit zurück.

Deswegen werden sie auch von einigen Raubsäugern erbarmungslos gejagt und gnadenlos niedergemacht, sobald sie erkannt sind. Arschratten jagen meist einzeln oder paarweise, denn mehr als zwei davon beginnen unweigerlich, sich gegenseitig umzubringen.

Das Wiccander

Wiccander sind sehr gesellige Tiere, wobei die männlichen Exemplare ein schönes großes Geweih tragen, und die Weibchen sehr hübsch sind mit großen ausdrucksvollen Augen. Sie tanzen manchmal auf Waldlichtungen zu bestimmten Zeiten im Jahr. Wiccander haben fröhliche, aber ritualisierte Verhaltensweisen und sind recht humorvoll, verlieren selten den Bezug zur Realität und haben meist ein männliches und ein weibliches Alphatier. Sie treten in Herden bis zu 13 Exemplaren auf. Sie tauschen sich auch mit anderen Tieren aus, mögen aber den Dogmadachs nicht, der sie nur nervt. Dafür werden sie von den tierischen Jägern im Wald auch in Ruhe gelassen. Sie haben ein oft schwarzes Fell mit einer Art Pentagramm-Rosettenmuster darauf. Manche Forscher halten sie für die sehr archaischen Abkömmlinge des steinzeitlichen Megashamanus forestalis, wobei aber ein gewaltiger Expertenstreit besteht.

Das plüschige Erdstrahlmännchen

Dieses äußerst putzige Wesen ist naiv. Es glaubt nicht nur an die kindliche Unschuld, sondern auch an Erdstrahlen und channelt Durchsagen von Teddybären, trinkt niemals berauschende Getränke und tappst plüschig und mit großen Kulleräuglein durch den esoterischen Wald, jeden Baum und Strauch anstaunend.

Erdstrahlmännchen und ihre verstrahlten Weibchen leben in Höhlen unter der Erde und leuchten im Dunkeln. Ihre Lautäußerungen ähneln einem „Uiiiiii!“ oder einem entsetzten Quieken. Sie begreifen nicht viel, basteln sich ihre eigene gemütliche heile Welt zusammen, und polstern ihre Bauten mit den Federn verschiedener Vögel aus, die sie natürlich vorher ausgiebig bestaunt, aber nicht wirklich begriffen haben. Manchmal verpaaren sie sich irrtümlich mit Putznickeln. Die Mischlinge nennt man Verstrahlnickel.

Der eschatologische Erklärbär

Dieser muntere Geselle ähnelt einem Nasenbär, allerdings hat er einen Aalstrich auf dem Rücken, in dem sich abschießbare Stacheln befinden, und am Ende des Schwanzes eine dornige Keule. Der eschatologische Erklärbär erklärt allen, warum es sowieso bergab geht, und man sich vorbereiten sollte. Er ist dämmerungsaktiv, rottet sich mit anderen seiner Gattung zusammen und übt dann das Bauen von Palisaden, Angriff und Verteidigung und natürlich die Auslegung von Endzeitprophezeiungen. Der eschatologische Erklärbär ist seltsamerweise trotz seiner etwas makabren Tätigkeiten ein ganz liebes Tier, ankuschelig und mit viel Humor. Man darf es allerdings nicht in die Enge treiben, sonst wird es zur reißenden Bestie. Viele Tiere, wie die Putznickel und Erdstrahlmännchen, aber auch die Wahnwachteln und Wirrvögel, haben höllische Angst vor dem eschatologischen Erklärbär, der auch für seinen gesegneten Appetit bekannt ist.

Der grantlige Einsiedlergrumpfel

Am Rande des esoterischen Waldes, nahe der Hashimalayaberge, lebt in Höhlen der Einsiedlergrumpfel. Er hält sich fern von den anderen Tieren, da er schlechte Erfahrungen gemacht hat, und einfach genervt ist. Selten kommt mal eins der Kaoswesen vorbei, um tiefschürfende Gespräche zu führen. Der grantlige Einsiedlergrumpfel schläft viel, und ansonsten wühlt er in alten Folianten, sammelt Erkenntnisse, die er für sich selbst umsetzt. Einsiedlergrumpfel sind behaart ums Maul, ansonsten haben sie ein dünnes schwarzes Fell, das im Winter dicker wird. Sie sind behäbig und recht sicher, da dort, wo sie wohnen, selten mal eine Arschratte, ein Ätzhörnchen oder etwas Ähnliches vorbeikommt. Sie halten sich aus allem heraus und andere halten sich von ihnen fern, bis auf gelegentliche Besuche der etwas intelligenteren Tiere. Manchmal sieht man vor der Höhle des Einsiedlergrumpfels den Großmeistergeier oder den struppigen Streuner, die KaosKatze oder die KaosKobra hocken, vereinzelt auch mal einen verirrten Wiccander. Dann ertönt ein dumpfes Grummeln aus der Höhle, und leise Gespräche sind zu hören. Danach sind beide Seiten schlauer, und der Einsiedlergrumpfel rollt sich zusammen, um in lange Meditationsstarre zu verfallen. Nur selten verpaaren sie sich, aber dann richtig.

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