Das Schenk-Pfui

Dieses Wesen wird auch als Ninjahörnchen bezeichnet. Man sagt ihm nach, dass es pechschwarz ist und sich der Umgebung anpasst. Das deswegen, weil selten jemand so ein Hörnchen gesehen hat, um danach berichten zu können. Der Zoologe Wilhelm von Speidorff-Kotzebrüh berichtet aber in seinem „Von denen gar erschröcklych Thieren in dem mysthischen Walde“ davon. Die Höhlen dieser Wesen seien, so von Speidorff-Kotzebrüh „sthets eyngerichthet auff dasz sy der Harmonyen der Elementhen eyngedenk seyen.“, was auf eine Art tierischen Feng Shuis hindeuten kann.
Ninjahörnchen treten manchmal angeblich auch in Rudeln auf.

Nachts sieht man vereinzelt Lichtblitze, wenn sie sich unsichtbar machen. Sie jagen nicht einfach ihre Beute, sie liquidieren sie auf lautlose und meist sehr unschöne Art. Manchmal hinterlassen sie am Ort des Geschehens ein kryptisches Zeichen, oder ein so geschmackloses Geschenk, dass anderen Tieren sich Fell oder Federn sträuben. Daher der Name „Schenk-Pfui“. Das verursacht oft Panik, selbst unter den abgebrühteren Wesen. Mit Ninjahörnchen ist nicht zu spaßen. Allerdings gelten sie als gute Köche, was den Ruf auch nicht wirklich wettmacht. Aber irgendwie muss ja jeder sehen, wie er sich ernährt. Dafür tauchen die Ninjahörnchen oder Schenk-Pfuis nur sehr selten auf, denn anscheinend haben sie einen sehr langen Verdauungsschlaf, wenn sie einmal gefressen haben.

„Als sy nit so lang dem Schlaffe fröhnthen, so wär dies ein grosz Uebel wider den anderen Wesen. Denn so selbst derer mächtygsthe sych zusammenthäten, so wären sie machtlos gegen den schwartz Räuber.“, schreibt Wilhelm von Speidorff-Kotzebrüh.