Das hibbelige Hippelfratzel

Erst getan, dann nachgedacht. Das ist das hibbelige Hippelfratzel. Immer oder meist nervös um sich blickend, ständig sich am Kratzen, mit den beinen wippen, popelnd oder kichernd, so kennen wir es. Das Hirfz, wie es auch genannt wird, hat ein Fell, ähnlich dem des Nasenbären, erinnert aber eher an eine Mischung aus Lemur und Katze. BOING! Schon ist es weggehüpft. Nur manchmal, wenn etwas sie besonders fasziniert, sitzen sie still da, ihr Schwanz ist hoch aufgerichtet, und die Spitze zittert. Versucht ein anderes Tier sich lange mit ihm zu unterhalten, muss das gespräch interessant sein, sonst verfällt das hibbelige Hippelfratzel in eine art Trance und nimmt nichts mehr wahr. Eine gute Methode, die sich während des letzten Erdzeitalters herausbildete, als die Wirrvögel ihre Blütezeit hatten. Auch Hirfze sind oft impulsiv, aber sie stecken nunmal voller adrenalin. Auch sind sie schnell genervt oder überfordert, es sei denn, sie haben etwas besonders Interessantes gefunden. Dann sind sie aber auch ganz dabei. Hirfze fressen alles, es muss nur auf mehrere Mitglieder der Gruppe verteilt werden, denn jedes Tier hat völlig andere Vorlieben. Oft mampfen sie Kakaobohnen. Weil sie den anderen Tieren auf die Nerven gehen, ernten sie oft Ohrfeigen und werden manchmal depressiv. Sie können aber nichts dafür, und jede magische Technik, die sie ausprobieren, scheitert an ihrem Naturell. Dabei wären sie oft gern, wie die anderen Tiere (jedenfalls die sympathischeren exemplare)
Hirfze sind dafür bekannt, dass sie die dreckigsten Komapartys feiern, was sie bei den Crowleykröten, struppigen Streunern und vielen anderen Wesen recht beliebt macht. Dass sie aber ehrlich ihre Meinung auskotzen, egal wann, wie und wem gegenüber in welcher Situation, bringt die kritikunfähigen Ungemein giftigen Kratzbürstel auf die Palme, und sie haben eine Zeilscheibe gefunden. Glücklicherweise können Hirfze böse austeilen, haben fiese klauen und Rückenstacheln, die sie gezielt abschießen können, und die dann im opfer zersplittern. Und zumindest ihr Maulbereich ist unempfindlich gegen die Säuren des UGK.
Im Gegensatz zu diesem Tier sind Hirfze nicht nachtragend, lassen sehr oft und großzügig Fünfe grade sein und versuchen, sich mit allen zu verstehen. Oft schießen sie über das Ziel hinaus, bekommen nur die Hälfte mit und sind auch sonst etwas anstrengend, aber sie sind liebenswerte Chaoten, denen man nicht lange böse sein kann, es sei denn, man sei ein Ätzhörnchen oder UGK. Ihre Magie ist seltsam und verschroben, immer etwas neben der Spur, aber sie ist wirksam. Zwar sind auch Hirfze stur und beharren auf ihrer Meinung, aber ebensogut können sie plötzlich umschwenken und von anderen Auffassungen genauso begeistert sein. Das beruht dann aber auf langer und tiefer Überlegung. Aber egal, was sie machen, sie sind die kleinen Strahlepöter des Waldes. Fressfeinde haben sie kaum, außer vielleicht den Dogmadachs, aber sie sind auch viel zu flink.Dafür jagen sie selbst gern, und zerfleddern fröhlich Wirrvögel jeder Art.