Das Ätzhörnchen

Ei guck, was für ein hübsches Wesen. Doch halt, was ist das? Es ist ein Ätzhörnchen. Niedlich anzusehen mit dem hübschen Fell und den großen klimpernden Augen, aber das ausfahrbare Gebiss zeigt, was es wirklich damit auf sich hat. Das Ätzhörnchen ist zu zutraulich um wahrhaftig zu sein und verbreitet liebend gern Gerüchte zwischen Wurzel und Baumwipfel und allen Tieren, denen es begegnet, wobei dann angeblich immer der Eber dies und der Hirsch das gesagt haben soll und noch Schlimmeres. Es spielt gezielt die Raubtiere gegeneinander aus, aber auch die anderen. Und ist blitzschnell verschwunden. So verhindert es auf hinterlistige Art, selbst gefressen zu werden. Tiere, die zuviel Zeit mit dem Ätzhörnchen verbringen, leiden an Hirnverflüssigung und enden auf dem Speiseplan des widerlichen kleinen Nagers, bei dem zutrifft, dass „Eichhörnchen auch nur Ratten mit einer guten PR sind“. Denn das wohlklingende Zwitschern des kleinen Monsters täuscht darüber hinweg, dass es beim Sprechen kleinste Mengen an äußerst ätzender Flüssigkeit mit der Atemluft ausscheidet. Angeblich ernährt es sich gelegentlich von der Lebensenergie anderer. Dafür, dass das Ätzhörnchen nicht zuviel Schaden anrichten kann, ist gesorgt. Seine Lebensspanne ist recht kurz und gerade KaosKater, Kaoskobras, Struppige Streuner und Tantratiger, aber auch mancher Dogmadachs labt sich gern an dem doch köstlichen Fleisch des perfiden kleinen Nagers, mitunter mit so etwas wie Schadenfreude.