Das Jammergnu

Das Jammergnu steht meist selbstmitleidig irgendwo herum und jammert allen die Ohren voll, wie schlecht es ihm geht. Selbstmitleid ist Lebenszweck. Es ernährt sich von der Lebensenergie anderer Waldbewohner und ist dementsprechend unbeliebt. Dafür steht es auf dem Speisezettel aller Fleischfresser im Wald, vom Dogmadachs über den kaotischen Waldkater und den struppigen Streuner bis hin zum Tantratiger. Das Jammergnu ist zottelig, stinkt widerlich und hat immer ein langes Gesicht. Seine Lautäußerungen sind alle klagend und vorwurfsvoll, aber hauptsächlich eins, selbstmitleidig. Wie das Jammergnu bis heute überleben konnte, ist nicht bekannt.