Jahreskreis


Es fällt mir ein wenig schwer, ein paar einleitende Worte zum keltischen Jahreskreis zu finden.
Wie soll ich in wenigen Worten den Zyklus beschreiben, der nicht nur bei den Kelten ein wichtiger Umgang mit dem Jahr bedeutete.

Vergleichen wir die Unterteilung des Jahrekreises doch einfach mit einer Benennung der verschiedenen Abschnitte im Jahr. Obwohl man davon ausgehen kann, dass ein Kreis immer ein Kreis ist, hat es mit dem Jahreskreis der Kelten doch seine eigene Bewandnis. Kurioserweise gehen die Meinungen über die verschiedenen Feste in diesem Jahreskreis etwas auseinander.

Sehr viele Leute gehen davon aus, dass der keltische Jahreskreis acht Feste umfaßt, vier Sonnenfeste und vier Feuerfeste. Dann gibt es noch andere Leute, die jedes Fest, was noch in irgendeiner Weise aus dem Kulturkreis der Kelten im weitesten Sinne stammt, dazuzählen.





Generell ist es natürlich so, dass ich es mit dem alten Sprichwort halte "Man muss die Feste feiern, wie sie fallen". Andererseits gebe ich offen zu, dass ich persönlich eher der Meinung bin, die Kelten haben ursprünglich nur vier Feste gefeiert und zwar die, die auch heute noch als die sogenannten "Hochfeste" gelten: Samhain, Imbolc, Beltaine und Lughnasadh.
Diese Feste werden auch als "Feuerfeste" bezeichnet.

Die "Sonnenfeste" akzeptiere ich zwar auch, aber irgendwas tief in mir sträubt sich gewaltig, sie als ur-keltisch zu bezeichnen, wie es von etlichen Heiden oder Neo-Kelten getan wird. Das mag vielleicht daran liegen, dass Sonnenfeste schon seit ewigen Zeiten von fast allen Kulturen gefeiert wurde.
Die Sonne als Zentrum des Lebens, des Lichtes. In Ägypten gab es sogar einen regelrechten Sonnenkult, dessen Anfänge bereits in der 3. Dynastie (ca. 2600-2570 v. Chr.) begannen und seinen Höhepunkt in der 4. Dynastie (ca. 2570 – 2450 v. Chr..) mit dem Sonnengott Ra als Staatsreligion fand. Und das alles zu einer Zeit, in der von den Kelten noch nicht einmal die Rede war.



Aber zurück zu den Kelten....

Die Unterkapitel zum Jahreskreis "Das große Rad", "Aufbau" und "Feste" wurden mir freundlicherweise von Eilthireach zur Verfügung gestellt. Sie waren sozusagen der Vorläufer zu seinem Buch A' Chuibhle Mhór - Das große Rad , das er in der Zwischenzeit auf den Markt gebracht hat.

Im Buch sowie auch hier auf den Seiten, werden die einzelnen Feste beschrieben und auch näher auf die Ursprünge eingegangen.