Alban Eiler

Alban Eiler

Alban Eiler ist das mittlere der drei Frühlingsfeste (Imbolc, Alban Eiler, Beltane).
Es fällt alljährlich auf einen Tag zwischen 19. und 22.03. In diesem Jahr ist es am 20.03.

Alban Eiler bezeichnet meistens den deutlich spürbaren Frühlingsanfang: Tag und Nacht sind wieder gleich lang. Die Vögel beginnen zu nisten.

Das Ei ist ein Symbol für Wiedergeburt und Fruchtbarkeit. In der alten Zeit bemalte man die Eier mit Symbolen von Wünschen, die sich in diesem Jahr erfüllen sollten. Gefärbte Eier wurden hergestellt, in dem man diese eingewickelt in Blätter, Wurzeln, Blumen und Borke gekocht hat. Es gibt bis heute alle möglichen Spiele mit Eiern: Werfen, Rollen, Verstecken.
Der Hase, heute als Osterhase gebräuchlich, ist ebenfalls - aufgrund seiner sprichwörtlichen Vermehrung (Karnickel) - ein altes Fruchtbarkeitssymbol.



Zur Lage von Ostern lassen sich gewisse Parallelen zu Weihnachten beobachten: Weihnachten liegt in der Nähe der Wintersonnenwende, wenn das Licht (Jesus, das Licht der Welt) zurückkehrt. Ostern, mit dem nach christlicher Auffassung die Auferstehung von Jesus Christus und das ewige Leben gefeiert werden, liegt im Frühling, wenn der Bann des Winters über die Natur gebrochen ist und Leben und Wachstum auf die Erde (Nordhalbkugel) zurückkehren.

Im landwirtschaftlichen Kalender markiert Alban Eiler die Zeit der Aussaat. Gleichzeitig standen den alten Kelten nach dem Winter, in dem überwiegend haltbar gemachte und rationierte Lebensmittel gegessen werden mussten, erstmals wieder frisches Fleisch aus der Jagd und der Landwirtschaft (Schafe) zur Verfügung.

Regional unterschiedlich wird/wurde den Faeries und/oder anderen Naturgeistern geopfert, die für die Fruchtbarkeit des Landes verantwortlich sind. Dafür kommen u.a. Blut, Asche von heiligen Feuern, Salz in Frage, aber auch Milch und Speiseopfer, oder einige übrige Feldfrüchte des letzten Jahres, womit wieder einmal das Ineinandergreifen der landwirtschaftlichen Zyklen und das Aufeinanderfolgen der Jahreskreise symbolisiert ist.

Die Götter von Alban Eiler sind Aengus Og und seine Mutter Boand.

Aengus ist der Sohn von Boand und dem Dagda. Er wurde gezeugt und geboren, während der Mann von Boand, Elcmar, verzaubert war. Im Alter von 3 Tagen wurde er Midir in Pflege gegeben. Midir war der Gott des Anderwelt-Hügels von Bri Leith. Der Hügel würde von drei Kranichen bewacht, die sogar Krieger in die Flucht geschlagen haben sollen.

Der weibliche Aspekt des Festes wird von Boand selbst personifiziert, die manchmal mit dem Fluss Boyne gleichgesetzt wird. Boand wird auch genannt "Sie von den weißen Kühen". Weiße Kühe mit roten Ohren waren anderweltliche Geschöpfe.
Der Sage nach gab es die magische Quelle von Segais. Sie war von neun Haselbäumen umstanden. In der Quelle lebte der göttliche Lachs der Weisheit, welcher als einziger die Erlaubnis hatte, die heruntergefallenen Haselnüsse zu essen. Haselnüsse waren nach keltischer Auffassung ein Quell der Weisheit. Selbst den Göttern war es verboten, sich der Quelle zu nähern. Der Sage nach versuchte es Boand trotzdem, worauf die Quelle anschwoll, um sie zu vertreiben. Dadurch soll der Fluss Boyne entstanden sein, der heute durch das irische Tal des Boyne fließt, unweit Newgrange.