Lughnasadh

Lughnasadh

Lughnasadh, das "Fest des Lugh", markiert den Beginn des spürbar werdenden Abstieges der Sonne hinein in die Dunkelheit des Winters. Das vorherrschende Bild ist die Vermählung der Sonne (Lugh) mit der Erde (Danu), welche die ersten Früchte der Ernte hervorbringt. Der "englische Untertitel" des Festes ist "First Harvest".
Es ist auch eine Zeit der Spannung, in der die dunklen Tage bereits am Horizont stehen, die Ernte aber noch nicht vollständig und sicher eingebracht ist.



Nach irischem Brauch wurden an Lughnasadh die ersten Ähren Getreide zeremoniell im Morgengrauen geschnitten. Daraus wurde dann Brot gebacken, welches zum Dank der Erde zurückgegeben wurde, in dem es entweder vergraben oder zerkrümelt über die Felder ausgestreut wurde.
Der Akt des Schneidens der Ähren ist gleichzeitig das Opfer des Gottes der Ernte (grüner Mann, Green Man, John Barleycorn). Er opfert sich selbst jedes Jahr, damit das große Rad des Lebens in der menschlichen Gemeinschaft sich weiterdrehen kann. In manchen Gegenden betrauert man seinen Tod mit Kränzen, in die Mohn- oder Kornblumen geflochten werden.
Wir ehren die ersten Früchte der Ernte, bitten aber auch die Götter um ihren weiteren Schutz für den noch nicht geernteten Teil.