Alban Elued

Alban Elued

Alban Elued, der Begriff stammt aus dem Kymrischen und bedeutet "Licht über dem Wasser". Wir lassen die Küste hinter uns und stoßen in die endlose See. Ein anderer Name ist "Second Harvest".

Es ist ein Fest mit zwei Ausprägungen. Tag und Nacht sind gleich lang und beide Seiten wollen gewürdigt werden. So danken wir dem abnehmenden Sonnenlicht für seine lebensspendenden Gaben - die Ernte. Wir halten aber auch inne, um der nahenden Dunkelheit unseren Respekt zu erweisen.

Wir verabschieden die Stärke Lughs, des Herrn des Lichtes und der Ernte und heißen wieder die Kraft der Cailleach, der Alten, willkommen. Sie ist die Dunkle Frau, die uns die Gaben der Weisheit und Einsicht bringt. Sie ist die Große Königin, die Leben schenkt und nimmt, die mystische Verkörperung des Landes, die Erdmutter, die von den drei Gestalten im Lauf eines Jahres nun die letzte annimmt. (Cailleach wird ungefähr wie "Käjach" ausgesprochen).
Eine andere Göttin, die um diese Zeit geehrt wird, ist Morrigan, die schwarze Krähe der Schlacht, Göttin der Dunkelheit und Vorläuferin des Todes.



Wir verabschieden uns vom Licht und gehen in die dunkle Jahreszeit, aber in dem Wissen um das göttliche Versprechen neuen Lichtes, das von Jahr zu Jahr und von Leben zu Leben immer wieder eingehalten wird.

In der Natur dieses Festes liegt auch der Rückzug und das Zusammenrücken von Familie/Freunden zur Vorbereitung auf die Zeit des Chaos zu Samhain.

Alban Elued bietet die letzte Gelegenheit, Geschäfte des Sommers zu erledigen, damit die dunkle Jahreszeit als Zeit der Reflektion und des Friedens verbracht werden kann.

Um diesen Einschnitt im Jahreskreis zu verdeutlichen, war ein Festmahl üblich, zu dem man seine besten Gewänder trug und verspeiste, was die Ernte an reicher Auswahl bot. Man muss sich vorstellen, dass Ernte früher eine Knochenarbeit war, bei der der ganze Haushalt von früh bis spät harte körperliche Arbeit zu verrichten hatte. Da kam ein kräftiges Festmahl gerade recht!